Klinik für diagnostische und interventionelle
Radiologie und Nuklearmedizin

Chefarzt Prof. Dr. Matthias Bollow
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26 - 44791 Bochum
Tel.: 0234 / 517-2753

Nuklearmedizin

Die nuklearmedizinische Abteilung ist mit einer modernen Doppelkopfkamera ausgestattet. Dadurch werden die Aufnahmezeiten für den Patienten auf ein Minimum reduziert. Mit Hilfe der nachgeschalteten Workstation werden die Untersuchungen ausgewertet, nachverarbeitet und anschliessend zentral gespeichert.

Die Terminvergabe erfolgt über unsere Patientenaufnahme.

Zum Spektrum der angebotenen Leistungen zählen folgende Leistungen:

Skelettszintigraphie

Bei der Ganzkörperskelettszintigraphie werden planare Aufnahmen des Skeletts erstellt. Nach Bedarf werden auch weitere Projektionen aufgezeichnet Bei der Skelettszintigraphie kann der Stoffwechsel und die Gewebeaktivität prinzipiell aller Knochen des Körpers untersucht werden. Sinnvoll sein kann die Untersuchung bei bestimmten Erkrankungen, beispielsweise bei Tumoren und deren Tochtergeschwülsten (Metastasen), Entzündungsherden, Verletzungen (Knochenbrüchen und Prellungen), oder Lockerungen von Endoprothesen (z. B. Hüft- oder Knieprothesen). Auch nach Behandlungen und Operationen kann zur Verlaufskontrolle eine Szintigraphie angezeigt sein.

 
Ganzkörper-Skelett-Szintigramm Becken-SPECT

Nierenszintigraphie

Die Nierenszintigrafie ist ein nuklearmedizinisches Untersuchungsverfahren, welches die Beurteilung der Nierenfunktion unter statischen und dynamischen Gesichtspunkten erlaubt. Beurteilt werden dabei die Blutversorgung, Funktion und Exkretion jeder einzelnen Niere. Die Nierenszintigraphie wird in aller Regel unter Verwendung eines Technetium-markierten Moleküls durchgeführt. Dieses Molekül zeigt nach seiner intravenösen Injektion eine kurze Verweildauer in den Nieren und wird dann sofort über die Harnblase ausgeschieden. Durch die Aufzeichnung der von dem Molekül ausgesendeten Signale läßt sich mithin die Nierenfunktion ermitteln, und zwar sowohl beider Nieren zusammen als auch für jede Niere getrennt. Dabei werden die so gewonnenen Funktionsdaten gleichzeitig ins Verhältnis zur individuellen Körperoberfläche des Patienten gesetzt bzw. mit den altersentsprechenden Normwerten abgeglichen. Diese Auswertung erlaubt insbesondere unter Berücksichtigung der seitengetrennten prozentualen Angaben zur Nierenfunktion die Diagnose von Erkrankungen des Nierenfunktionsgewebes (Glomerulonephritis, Schrumpfnieren verschiedenster Ursachen) sowie von Verengungen der Nierenarterien, welche eine mögliche Ursache des Bluthochdrucks sind.

normaler Kurvenverlauf  patholog. Kurvenverlauf
normaler Kurvenverlauf patholog. Kurvenverlauf

Schilddrüsenszintigraphie

Die Schilddrüsenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Methode, die zur funktionsmorphologischen Untersuchung der Schilddrüse angewendet wird. Sie eignet sich vor allem zur Unterscheidung von kalten und heißen Knoten sowie zur Beurteilung der Morphologie bzw. Gewebestruktur. Einer Schilddrüsenszintigraphie geht in der Regel eine Tastuntersuchung (Palpation) der Schilddrüse, eine labormedizinische Untersuchung von Schilddrüsenparametern sowie eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) voraus. Besteht aufgrund dieser Untersuchungen der Verdacht auf funktionelle Veränderungen der Schilddrüse, insbesondere auf eine funktionelle Schilddrüsenautonomie oder ein Schilddrüsenkarzinom, kann eine Schilddrüsenszintigraphie zur weiteren Abklärung angezeigt sein. Mit der 99mTc-Szintigraphie lassen sich Aussagen über die funktionelle Bedeutung morphologischer Veränderungen treffen sowie eine quantitative Bewertung der Funktionsveränderungen vornehmen. Außerdem sind, wie beim Ultraschall, Aussagen über Lage und Größe möglich. Man kann damit in erster Linie kalte, warme und heiße Knoten sowie eine diffuse Mehrspeicherung nachweisen.

 
unauffälliges Szintigramm heisse Knoten

Lymphabstromszintigraphie

( Darstellung des Sentinel- oder Wächter-Lymphknotens)
Der Sentinel-Lymphknoten (auch als Wächterlymphknoten bezeichnet) entspricht demjenigen Lymphknoten, der zu vorderst im Abflussgebiet der Lymphe eines bösartigen Tumors (v. a. Mammakarzinom, malignes Melanom) liegt. Tumorzellen können mit der Lymphe über die Lymphbahnen in diesen Sentinel-Lymphknoten verschleppt werden. Kleine Krebszellnester (Metastasen) bilden sich demzufolge zuerst in diesem Lymphknoten. Falls der Sentinel-Lymphknoten jedoch keine Krebszellnester aufweist, sind die anderen Lymphknoten der Achselhöhle in den meisten Fällen ebenfalls frei von Metastasen und müssen nicht entfernt werden. Mit der «Sentinel» (Wächter)- Lymphknoten-Entnahme können also diejenigen Patientinnen gefunden werden, bei denen eine vollständige Ausräumung der Achselhöhlenlymphknoten notwendig oder eben nicht notwendig ist.

 

Darstellung eines axillären Wächterlymphknotens links

Wichtig: Es kann mit Hilfe der Szintigraphie lediglich die Position des Wächterlymphknotens dargestellt werden. Ob dieser befallen ist oder nicht, kann erst während der OP untersucht werden.

Lungenperfusionsszintigraphie

Die Lungenszintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Beurteilung der Durchblutungs- und Belüftungsverhältnisse der Lunge. Sie wird vor allem veranlasst - zum Nachweis bzw. Ausschluß einer Lungenembolie - zur Untersuchung der Lungenfunktion vor geplanter Lungen-Operation

 
 


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