Klinik für diagnostische und interventionelle
Radiologie und Nuklearmedizin

Chefarzt Prof. Dr. Matthias Bollow
Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH
Bergstraße 26 - 44791 Bochum
Tel.: 0234 / 517-2753


Multislice-CT - Patienteninfo

 

Wie sieht eine CT-Untersuchung aus ?

 

Was ist eine Computertomographie?

Die Computertomographie, kurz CT (sprich: Zeetee), wurde vor etwa 20 Jahren von einem Physiker und einem Arzt entwickelt. Das Grundprinzip der Computertomographie hat sich bis heute nicht wesentlich geändert: Ein System aus Röntgenröhre und gegenüberliegenden empfindlichen Detektoren rotiert während der Aufnahme um den Patientenkörper. Die Daten werden mit einem Computer zu Scheibchenbildern zusammengerechnet, welche von einem Radiologen einzeln betrachtet werden. Ähnlich wie auf Röntgenbildern stellen sich Knochengebilde zum Beispiel sehr hell dar, Luft dagegen ist im Allgemeinen schwarz dargestellt. Die Scheibchendicke kann nahezu frei gewählt werden, üblich waren bisher 5 - 10 mm.

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Was ist neu an der Technik der "Multislice"-CT?

Die neueste Generation der Computertomographen zeigt zwei ganz entscheidende Vorteile: Das Röntgenröhren-Detektorsystem rotiert im Gegensatz zu den älteren CTs doppelt so schnell um den Patienten. Zusätzlich werden gleichzeitig vier Schichten statt nur eine Schicht aufgenommen. Daraus ergibt sich eine Geschwindigkeitssteigerung um den Faktor 8 zu den herkömmlichen CTs. Der Rest hat sich nicht geändert, auch im Multislice-CT werden Scheibchen berechnet, die der Radiologe betrachten und daraus einen Befund erheben muss.

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Was bedeutet der Geschwindigkeitsvorteil für den Patienten?

Die hohe Geschwindigkeit der Multislice-CT kann verschieden genutzt werden. Die Untersuchung kann mit einer Scheibchendicke durchgeführt werden, die sich nicht von den älteren Geräten unterscheidet. Dann ist das CT in einem Achtel der Zeit fertig. Eine Untersuchung z. B. der Lunge kann in 4 - 6 Sekunden beendet sein. Oder aber, die Untersuchungszeit bleibt bei etwa 30 Sekunden, aber die Scheibchendicke wird auf ein Achtel reduziert. Dadurch sind viel mehr Details in den Bildern erkennbar, die sonst bei dickeren Scheibchen überlagert sein können. In der Praxis entscheidet sich der Radiologe in der Regel für einen Kompromiss: Die Untersuchungszeit wird halbiert und die Detailauflösung vervierfacht.

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Wird weiterhin Kontrastmittel benötigt?

Die Geschwindigkeit der neuen CT-Generation verändert nichts daran, dass die meisten Erkrankungen besser mit Kontrastmittel, teilweise sogar nur mit Kontrastmittel erkannt und dargestellt werden können. Auf die Gabe von Kontrastmittel kann also weiterhin nur selten verzichtet werden. Aber: je schneller das CT, desto weniger Kontrastmittel wird benötigt. Auch darin liegt ein Vorteil der neuen Technik.

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Ist eine Computertomographie für mich sinnvoll?

Im Allgemeinen gilt: eine Computertomographie darf nur dann durchgeführt werden, wenn zu erwarten ist, dass damit wertvolle und notwendige Information für eine Diagnosestellung gewonnen wird. Dies entscheidet der Arzt eines Patienten und fordert eine Computertomographie mittels Überweisungsschein an. Der Radiologe schließlich führt die Untersuchung durch und stellt aus den gewonnenen Bildern eine Diagnose. Nicht in jedem Fall ist die neue Technik notwendig und auch sinnvoll. Viele Erkrankungen sind genauso gut (oder manchmal auch besser) mit der "älteren" Technik zu erkennen. Diese Entscheidung trifft der Radiologe, der dafür eine spezielle Ausbildung hat.

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